Fachbeitrag von PNA International Consult · Stand: Oktober 2026

ZIM Förderung für KMU: Voraussetzungen, Förderhöhe und aktueller Stand

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand unterstützt technologieoffene Forschungs- und Entwicklungsprojekte mittelständischer Unternehmen. Je nach Unternehmensgröße und Projektform sind unterschiedliche Zuschüsse möglich. Entscheidend ist jedoch nicht allein, ob ein Unternehmen ein neues Produkt entwickelt: Das Vorhaben muss als Forschungs- und Entwicklungsprojekt die Anforderungen des ZIM erfüllen.

Aktueller Hinweis zum ZIM:
Seit dem 7. Juli 2026, 12:00 Uhr, werden vorübergehend keine neuen ZIM-Zuschussanträge und Projektskizzen angenommen. Der Antragsstopp gilt grundsätzlich für alle Projektformen. Ausgenommen sind Anträge mit internationalen Partnern im Rahmen aktuell offener bilateraler oder multilateraler Ausschreibungen. Eine Wiederaufnahme der regulären Antragstellung wird nach Angaben des Fördergebers für Anfang 2027 angestrebt, ist derzeit aber noch nicht verbindlich terminiert.
25–45 % Fördersatz bei regulären Einzelprojekten, abhängig von Unternehmensgröße und Sonderstatus
690.000 € maximal zuwendungsfähige Kosten bei einem ZIM-Einzelprojekt
bis 60 % maximaler Fördersatz für bestimmte internationale Kooperationsprojekte
bundesweit technologie- und grundsätzlich branchenoffene FuE-Förderung
Das Wichtigste in Kürze
  • ZIM fördert marktorientierte technische Forschungs- und Entwicklungsprojekte mittelständischer Unternehmen.
  • Gefördert werden Einzelprojekte, Kooperationsprojekte und Innovationsnetzwerke; zusätzlich existieren Durchführbarkeitsstudien und Leistungen zur Markteinführung.
  • Für ZIM-Einzelprojekte können maximal 690.000 Euro zuwendungsfähige Kosten angesetzt werden.
  • Bei Kooperationsprojekten sind für Unternehmen grundsätzlich bis zu 560.000 Euro je Teilprojekt zuwendungsfähig.
  • Die Höhe des Zuschusses hängt insbesondere von Unternehmensgröße und Projektform ab.
  • Seit dem 7. Juli 2026 besteht ein befristeter Antragsstopp für reguläre neue Anträge.

Was ist die ZIM Förderung?

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand, kurz ZIM, ist ein bundesweites Förderprogramm für marktorientierte technische Forschungs- und Entwicklungsprojekte mittelständischer Unternehmen. Die Förderung ist technologieoffen und nicht auf einzelne Branchen beschränkt.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuer oder deutlich verbesserter Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Unternehmen können Forschungs- und Entwicklungsprojekte allein durchführen oder mit anderen Unternehmen beziehungsweise Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten.

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den anerkannten zuwendungsfähigen Kosten. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Die Bewilligung hängt neben der fachlichen Förderfähigkeit insbesondere auch von der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel ab.

Wichtig für Unternehmer: Eine neue Produktidee allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob tatsächlich Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich sind und mit dem Projekt technische beziehungsweise technologische Risiken verbunden sind. Reine Einführung, Anpassung, Implementierung oder Vermarktung bereits verfügbarer Lösungen ist nicht automatisch ein förderfähiges FuE-Projekt.

Welche Unternehmen können ZIM nutzen?

ZIM richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen sowie weitere mittelständische Unternehmen mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Die konkrete Einordnung der Unternehmensgröße ist für die Förderfähigkeit und die Höhe des Fördersatzes entscheidend.

Unternehmensgruppe Beschäftigte Einordnung im ZIM
Kleine Unternehmen unter 50 grundsätzlich antragsberechtigt
Mittlere Unternehmen unter 250 grundsätzlich antragsberechtigt
Weitere mittelständische Unternehmen unter 500 Einzel- und Kooperationsprojekte grundsätzlich möglich
Weitere mittelständische Unternehmen unter 1.000 nur unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen von Kooperationen mit KMU

Bei KMU sind neben der Beschäftigtenzahl außerdem Umsatz beziehungsweise Bilanzsumme und mögliche Unternehmensverflechtungen zu berücksichtigen. Deshalb sollte die Größenklasse nicht allein anhand der Zahl der Beschäftigten beurteilt werden.

Welche Projekte werden über ZIM gefördert?

ZIM fördert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Das Programm ist branchen- und technologieoffen.

Typische Ausgangssituationen können beispielsweise die Entwicklung einer neuen Maschine, eines neuen Sensorsystems, eines technischen Softwareverfahrens, eines neuen Werkstoffs oder eines neuartigen Produktionsprozesses sein. Ob ein konkretes Vorhaben tatsächlich förderfähig ist, hängt jedoch nicht von der Branchenbezeichnung, sondern von der technischen Aufgabenstellung und dem FuE-Charakter des Projekts ab.

  • Es besteht eine konkrete technische oder technologische Entwicklungsaufgabe.
  • Die angestrebte Lösung ist zu Projektbeginn nicht bereits vollständig bekannt.
  • Die Entwicklung erfordert eigene Forschungs- oder Entwicklungsarbeiten.
  • Mit der Lösungsentwicklung sind technische beziehungsweise technologische Risiken verbunden.
  • Das Projekt ist auf ein marktorientiertes Ergebnis ausgerichtet.
  • Arbeitsplan, Personal und Kosten müssen nachvollziehbar zur Entwicklungsaufgabe passen.
Technische Herausforderung FuE Arbeiten Testen Entwickeln Validieren Technisches Risiko Ergebnis nicht sicher mögliches ZIM Projekt

ZIM Einzelprojekt oder Kooperationsprojekt?

Unternehmen müssen nicht zwingend mit einer Hochschule oder einem anderen Unternehmen kooperieren. Das ZIM sieht unterschiedliche Projektformen vor.

FuE Einzelprojekt

Bei einem Einzelprojekt führt ein Unternehmen das Forschungs- und Entwicklungsprojekt eigenständig durch. Für Unternehmen mit ausreichendem eigenem Entwicklungswissen kann dies die einfachste Projektstruktur sein.

FuE Kooperationsprojekt

Bei einem Kooperationsprojekt arbeiten mindestens zwei Unternehmen oder mindestens ein Unternehmen und eine Forschungseinrichtung gemeinsam an einem FuE-Projekt. Jeder Partner bearbeitet dabei ein eigenes fachlich abgegrenztes Teilprojekt.

Für Unternehmen können Kooperationen interessant sein, wenn unterschiedliche technische Kompetenzen benötigt werden oder wissenschaftliches Spezialwissen eingebunden werden soll. Gleichzeitig steigen jedoch Abstimmungs-, Vertrags- und Dokumentationsaufwand.

Innovationsnetzwerke

ZIM unterstützt außerdem nationale und internationale Innovationsnetzwerke. Dabei werden mehrere Unternehmen und Forschungseinrichtungen strategisch zusammengeführt, um technologische Innovationsvorhaben zu entwickeln und umzusetzen.

Durchführbarkeitsstudien

Für bestimmte Unternehmen können Durchführbarkeitsstudien zur Vorbereitung eines späteren ZIM-FuE-Projekts gefördert werden. Bei einer Studie eines einzelnen Unternehmens können bis zu 125.000 Euro zuwendungsfähige Kosten berücksichtigt werden. Die maximalen Fördersätze liegen abhängig von der Unternehmensgröße bei 50 bis 70 Prozent.

Wie hoch ist die ZIM Förderung?

Die Förderhöhe hängt insbesondere von der Unternehmensgröße und davon ab, ob das Unternehmen ein Einzelprojekt, ein nationales Kooperationsprojekt oder ein internationales Kooperationsprojekt durchführt.

Unternehmensgröße Einzelprojekt Nationale Kooperation Internationale Kooperation
Kleines Unternehmen in strukturschwacher Region 45 % 55 % 60 %
Kleines junges Unternehmen 45 % 50 % 60 %
Kleines Unternehmen 40 % 45 % 55 %
Mittleres Unternehmen 35 % 40 % 50 %
Weiteres mittelständisches Unternehmen unter 500 Beschäftigten 25 % 30 % 40 %

Unternehmen mit unter 1.000 Beschäftigten können unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls an Kooperationsprojekten teilnehmen. Forschungseinrichtungen werden bei förderfähigen ZIM-Kooperationsprojekten mit einem Fördersatz von 100 Prozent gefördert.

Fördersatz ist nicht gleich Zuschusshöhe:
Der Fördersatz wird auf die tatsächlich anerkannten zuwendungsfähigen Kosten angewendet. Eine Projektplanung mit beispielsweise 500.000 Euro Gesamtkosten führt daher nicht automatisch dazu, dass 500.000 Euro die förderfähige Bemessungsgrundlage bilden.

Welche Kosten können bei ZIM gefördert werden?

Bei ZIM-Einzelprojekten können insbesondere projektbezogene Personalkosten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sieht das Programm unter bestimmten Voraussetzungen Kosten für projektbezogene Aufträge an Dritte, FuE-Aufträge an wissenschaftlich qualifizierte Dritte beziehungsweise die zeitweilige Aufnahme qualifizierten Personals sowie einen Zuschlag für übrige Kosten vor.

Projektbezogene Aufträge an Dritte können nach den offiziellen ZIM-Informationen bis maximal 35 Prozent der Personalkosten berücksichtigt werden. Für bestimmte FuE-Aufträge beziehungsweise die zeitweilige Aufnahme qualifizierten Personals gelten eigene Vorgaben.

Projektform Maximal zuwendungsfähige Kosten
FuE Einzelprojekt eines Unternehmens 690.000 Euro
FuE Kooperationsprojekt – Unternehmen 560.000 Euro je Teilprojekt
FuE Kooperationsprojekt – Forschungseinrichtung 280.000 Euro je Teilprojekt
Gesamtes Kooperationsprojekt maximal 3.000.000 Euro Zuwendung

Zusätzlich können Unternehmen mit einem bewilligten ZIM-FuE-Projekt unter bestimmten Voraussetzungen ergänzende Leistungen zur Markteinführung beantragen. Nach den aktuellen Programmbedingungen können dabei je gefördertem FuE-Projekt maximal drei Anträge mit Gesamtkosten bis 100.000 Euro zu 50 Prozent bezuschusst werden.

Fiktives Praxisbeispiel: 520.000 Euro Entwicklungskosten für ein Sensorsystem

Fiktives Praxisbeispiel MusterTech Sensorik GmbH

Hinweis: Das folgende Unternehmen und das dargestellte Entwicklungsvorhaben sind fiktiv. Die verwendeten ZIM-Förderbedingungen entsprechen dagegen den zum Veröffentlichungszeitpunkt geprüften offiziellen Programminformationen.

Die MusterTech Sensorik GmbH aus Niedersachsen beschäftigt 38 Mitarbeiter und entwickelt industrielle Sensor- und Messtechnik.

Das Unternehmen plant die Entwicklung eines neuartigen Sensorsystems zur Erkennung von Verschleißzuständen rotierender Industriekomponenten. Bestehende Messverfahren liefern bei starken Vibrationen und wechselnden Temperaturbedingungen keine ausreichend stabilen Signale.

Deshalb sollen unterschiedliche Sensorgeometrien, Signalverarbeitungsverfahren und Prototypen entwickelt, experimentell getestet und unter unterschiedlichen Belastungszuständen validiert werden.

Für das fiktive Projekt werden insgesamt 520.000 Euro zuwendungsfähige Entwicklungskosten angenommen.

angenommenes kleines Unternehmen
520.000 Euro × 40 Prozent 208.000 Euro rechnerischer Zuschuss

Reines Rechenbeispiel, keine Förderzusage. Die Rechnung setzt voraus, dass das Unternehmen tatsächlich als kleines Unternehmen eingestuft wird, das Vorhaben als förderfähiges ZIM-Einzelprojekt anerkannt wird und sämtliche angenommenen 520.000 Euro als zuwendungsfähige Kosten akzeptiert werden.

Was bedeutet der aktuelle ZIM Antragsstopp?

Seit dem 7. Juli 2026, 12:00 Uhr, können vorübergehend keine neuen Zuschussanträge oder Projektskizzen im ZIM angenommen werden. Der Fördergeber begründet die Maßnahme mit der stark gestiegenen Nachfrage und den begrenzt verfügbaren Haushaltsmitteln.

Der Antragsstopp betrifft grundsätzlich sämtliche Projektformen. Anträge, die vor dem Stichtag eingereicht wurden, können weiterhin bewilligt werden, sofern sie die Förderbedingungen erfüllen und ausreichende Haushaltsmittel verfügbar sind. Auszahlungen bereits bewilligter Vorhaben sind nach den offiziellen Angaben nicht betroffen.

Eine wichtige Ausnahme besteht für Anträge mit internationalen Partnern im Rahmen aktuell geöffneter bilateraler und multilateraler Ausschreibungen.

Das BMWE strebt eine Wiederaufnahme der regulären Antragsannahme für Anfang 2027 an. Ein verbindlicher Termin steht derzeit jedoch nicht fest. Die Entscheidung hängt insbesondere von den verfügbaren Haushaltsmitteln für 2027 und die Folgejahre ab.

Was bedeutet das für Unternehmen mit einem geplanten FuE-Projekt?
Ein Unternehmen sollte die technische Projektstruktur nicht allein deshalb verwerfen, weil derzeit keine reguläre Antragstellung möglich ist. Projektidee, technische Ausgangslage, Arbeitspakete, Personalbedarf, Kooperationen und Kostenstruktur können bereits vorbereitet werden. Ob und unter welchen Bedingungen später tatsächlich ein Antrag gestellt werden kann, muss jedoch unmittelbar vor Projektstart anhand der dann gültigen Programmbedingungen geprüft werden.

Woran kann eine ZIM Förderung scheitern?

Ein hoher Entwicklungsaufwand oder eine wirtschaftlich attraktive Produktidee machen ein Projekt noch nicht automatisch förderfähig. Besonders kritisch sind Vorhaben, bei denen die eigentliche technische Entwicklungsaufgabe nicht ausreichend von normaler Produktentwicklung oder Implementierung abgegrenzt werden kann.

  • Keine klare technische Herausforderung: Das Vorhaben beschreibt überwiegend Produktfunktionen oder Marktziele.
  • Bekannter Lösungsweg: Die technische Umsetzung ist im Wesentlichen bereits vorgegeben.
  • Zu wenig eigene FuE-Arbeit: Das Unternehmen kauft im Wesentlichen fertige Technologien oder Standardleistungen ein.
  • Unplausibler Arbeitsplan: Arbeitspakete, Mitarbeiter und Kosten passen nicht nachvollziehbar zur technischen Aufgabenstellung.
  • Falsche Unternehmensgrößenklasse: Beteiligungen oder verbundene Unternehmen wurden bei der KMU-Einstufung nicht berücksichtigt.
  • Problematischer Projektbeginn: Mit dem Vorhaben wurde begonnen, bevor die förderrechtlichen Voraussetzungen hierfür vorlagen.
  • Fehlende Finanzierung: Die Gesamtfinanzierung beziehungsweise der Eigenanteil des Projekts ist nicht gesichert.

Wie sollten Unternehmen bei einem möglichen ZIM Projekt vorgehen?

Schritt 1
Technische Aufgabe prüfen

Welche konkrete technische oder technologische Herausforderung soll gelöst werden?

Schritt 2
FuE Charakter bewerten

Welche Entwicklungsarbeiten, Versuche und technischen Unsicherheiten entstehen?

Schritt 3
Projektform wählen

Einzelprojekt, Kooperation oder gegebenenfalls zunächst Durchführbarkeitsstudie?

Schritt 4
Kosten und Timing planen

Personal, Fremdleistungen, Projektlaufzeit, Finanzierung und zulässigen Projektbeginn abstimmen.

Nach den regulären ZIM-Verfahrensregeln kann ein Unternehmen nach bestätigtem Antragseingang auf eigenes Risiko mit dem Projekt beginnen. Eine Bewilligung ist damit jedoch nicht verbunden. Während des derzeitigen Antragsstopps ist diese normale Verfahrenslogik für neue nationale Anträge nicht nutzbar.

Seit November 2025 erfolgt die ZIM-Antragstellung grundsätzlich vollständig digital über die Förderzentrale Deutschland. Unternehmen benötigen dafür unter anderem ein entsprechendes Unternehmenskonto.

Praktischer Fördercheck vor der Antragstellung

Vor einer Antragstellung sollten mindestens diese Fragen beantwortet sein:

  • Welche technische Wissens- oder Lösungslücke besteht?
  • Warum kann die Lösung nicht einfach aus vorhandener Technik abgeleitet werden?
  • Welche Entwicklungsarbeiten sind erforderlich?
  • Welche technischen Risiken können zum Scheitern führen?
  • Welche Mitarbeiter führen welche FuE-Arbeiten aus?
  • Welche Kosten entstehen ausschließlich beziehungsweise nachvollziehbar für das Projekt?
  • Ist ein Kooperationspartner technisch erforderlich oder strategisch sinnvoll?
  • Wann darf das Projekt förderrechtlich beginnen?

Häufige Fragen zur ZIM Förderung

Ist ZIM nur für produzierende Unternehmen geeignet?

Nein. ZIM ist technologie- und grundsätzlich branchenoffen. Entscheidend ist, dass ein förderfähiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Entwicklung eines innovativen Produkts, Verfahrens oder einer technischen Dienstleistung vorliegt.

Wie hoch ist die ZIM Förderung für kleine Unternehmen?

Bei einem regulären Einzelprojekt beträgt der maximale Fördersatz für ein kleines Unternehmen grundsätzlich 40 Prozent. Für kleine Unternehmen in strukturschwachen Regionen und kleine junge Unternehmen können bei Einzelprojekten bis zu 45 Prozent möglich sein. Bei Kooperationsprojekten gelten teilweise höhere Fördersätze.

Wie hoch können die förderfähigen Kosten eines ZIM Einzelprojekts sein?

Für ein ZIM-Einzelprojekt können nach den aktuellen Programmbedingungen maximal 690.000 Euro zuwendungsfähige Kosten berücksichtigt werden.

Muss ich bei ZIM mit einer Hochschule zusammenarbeiten?

Nein. Unternehmen können ein FuE-Projekt als Einzelprojekt eigenständig durchführen. Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen sind eine eigene Projektform.

Kann ein Unternehmen mehrere ZIM Projekte durchführen?

Ja. Das ZIM schließt mehrere Förderungen eines Unternehmens während der Programmlaufzeit nicht grundsätzlich aus. Jedes Vorhaben muss jedoch eigenständig die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllen.

Kann ich aktuell einen neuen ZIM Antrag stellen?

Reguläre neue ZIM-Zuschussanträge und Projektskizzen werden seit dem 7. Juli 2026, 12:00 Uhr, vorübergehend nicht angenommen. Ausgenommen sind bestimmte internationale Projekte im Rahmen aktuell offener bilateraler oder multilateraler Ausschreibungen.

Wann öffnet ZIM wieder?

Eine Wiederaufnahme der Antragstellung wird vom Fördergeber für Anfang 2027 angestrebt. Einen verbindlichen Termin gibt es zum Stand Oktober 2026 nicht. Die Wiederaufnahme hängt von den verfügbaren Haushaltsmitteln ab.

Kann ich während des Antragsstopps bereits mit meinem Projekt beginnen und später Förderung beantragen?

Ob und in welchem Umfang ein bereits begonnenes Vorhaben später noch förderfähig wäre, darf nicht pauschal angenommen werden. Unternehmen sollten vor einem Projektbeginn die dann geltenden ZIM-Regelungen beziehungsweise alternative Förderinstrumente prüfen. Ein späterer Zuschuss sollte nicht eingeplant werden, solange keine belastbare Fördergrundlage besteht.

Ist ZIM dasselbe wie die Forschungszulage?

Nein. ZIM und Forschungszulage sind unterschiedliche Förderinstrumente mit unterschiedlichen Verfahren und Förderlogiken. Für FuE-Unternehmen kann deshalb eine Prüfung sinnvoll sein, welches Instrument zum Projekt, Zeitraum und Unternehmen passt und welche beihilfe- beziehungsweise kumulierungsrechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen sind.

Passt Ihr Entwicklungsprojekt grundsätzlich zum ZIM?

Bei technischen Entwicklungsprojekten sollte vor einer Antragstellung zunächst geklärt werden, ob tatsächlich ein förderfähiges FuE-Vorhaben vorliegt, welche Projektform geeignet ist und welche Kosten realistisch angesetzt werden können. Während des aktuellen ZIM-Antragsstopps sollte außerdem geprüft werden, ob alternative FuE-Förderungen infrage kommen oder eine Vorbereitung auf eine spätere Wiederöffnung sinnvoll ist.

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Quellen

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – Über ZIM.
    Offizielle Programmseite
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Förderrichtlinie Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, Richtlinientext vom 28. November 2024, veröffentlicht im Dezember 2024 und gültig seit 1. Januar 2025.
    ZIM-Richtlinie 2025
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: ZIM Einzelprojekte – Zielgruppe, Kostenobergrenze und Fördersätze.
    ZIM Einzelprojekte
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: ZIM Kooperationsprojekte – Kostenobergrenzen und Fördersätze.
    ZIM Kooperationsprojekte
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Zuwendungsfähige Kosten bei ZIM Einzelprojekten.
    Zuwendungsfähige Kosten
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Durchführbarkeitsstudien.
    ZIM Durchführbarkeitsstudien
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Befristeter Antragsstopp ab 7. Juli 2026, 12:00 Uhr.
    Aktuelle Meldung zum Antragsstopp
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: FAQ zu ZIM-FuE-Projekten, gültig gemäß aktueller Richtlinie.
    ZIM FAQ
Stand: Oktober 2026. Förderprogramme, Konditionen, Budgets und Fristen können sich ändern. Vor einer Investitions- oder Projektentscheidung sollten die jeweils aktuellen Programmbedingungen geprüft werden.